• Nicole Horstmann

Mein Weg – Deine Inspiration?

Aktualisiert: 9. März 2019

Aus eigenen Erfahrungen kenne ich die Herausforderung auf dem Weg zu dir selbst. Auch ich war lange auf der Suche nach Sinn, Freiheit und Selbstbestimmung. Gerne teile ich meine Geschichte mit dir und hoffe, dass sie dich ermutigt auf die eigene Entdeckungsreise zu gehen.


Studium und Karriere


Bereits nach Abschluss meines Studiums in Sport- und Sportwissenschaften fühlte ich, dass ich auf dem falschen Weg war. Der Traum der Sportlehrerin war ausgeträumt. Und jetzt? Die Ungewissheit, wie es weitergehen und in welche Richtung ich mich entwickeln möchte, waren zu diesem Zeitpunkt ziemlich überfordernd. Ich hatte keine Ahnung, was der nächste Schritt sein sollte. Ich musste mich neuorientieren und habe mir Unterstützung bei einem Coach geholt. Mein Interesse am Menschen und der Wirtschaft führte mich ins Personalwesen, in welchem ich die letzten 10 Jahre tätig war. Als Quereinsteigern habe ich mit einem Praktikum gestartet, mich zur Spezialistin weiterentwickelt und Mitarbeitende sowie Führungskräfte in personalspezifischen Fragen beraten. Als Trainee Program Managerin habe ich junge Erwachsene beim Einstieg ins Berufsleben begleitet, mich als Führungskraft und Personalentwicklerin um die Entwicklung von Mitarbeitenden gekümmert und in Trainings das Beste aus ihnen herausgeholt. Aber trotz erfolgreicher Karriere fehlte mir etwas. Ich ging nicht gerne arbeiten. Innert Kürze fühlte ich mich in einem neuen Job nicht mehr herausgefordert, sah keinen Sinn und suchte nach der nächsten Möglichkeit.


Mein damaliger Job war eine Katastrophe und ich versank im Chaos.

Die ewige Suche

Zwischen den verschiedenen Jobs, habe ich mir immer wieder eine Auszeit im Ausland gegönnt. In der Hoffnung, Antworten auf meine Unzufriedenheit zu finden. Fernab vom Gewohnten und Vertrauten, konnte ich mich neu entdecken. Die Perspektive wechseln und gewisse Ansichten relativieren. So zum Beispiel den Drang einer klassischen Karriere nachzugehen und damit den Erwartungen anderer gerecht zu werden. Zu dieser Zeit war ich ständig unterwegs, rannte von einem Fest zur nächsten Party, rief dazwischen die von Liebeskummer bedrückte Freundin an und versuchte den Ansprüchen meiner Familie gerecht zu werden. Mein damaliger Job war eine Katastrophe und ich versank im Chaos. Aber an eine Pause war nicht zu denken. Ich musste funktionieren, dabei noch perfekt sein und wollte auf keinen Fall jemanden enttäuschen. Ich passte mich an, wo es nur ging. Ich bemühte mich, in der Hoffnung, allem gerecht zu werden. Dass ich dadurch den Bezug zu mir selbst und meinen Bedürfnissen verloren habe, war eine logische Folge. Dies ging so weiter, bis eines Morgens nichts mehr ging. Rückblickend war das der Moment, in dem ich aufwachte. Ich verstand, dass sich etwas in meinem Leben ändern musste. Und so startete die Reise zu mir selbst. Diese dauerte und ich brauchte ein paar Jahre, bis ich wirklich verstand, um was es geht.


"Das hier ist es! Da gehörst du hin!"

Der eine Moment


Mein Leben normalisierte sich. Aber nachdem ich mir fest vorgenommen hatte, etwas zu verändern, war ich erneut in einem chaotischen Jobumfeld in einer Tätigkeit, die mich unglücklich machte. Dies wurde mir während eines Urlaubs so richtig bewusst. Ich sass auf einem Felsen, den Blick auf die endlose Weite des Meeres gerichtet und Tränen rollten herunter. Da hörte ich sie ganz klar und deutlich: „Das hier ist es! Da gehörst du hin!“ Die innere Stimme. Beim Gedanken an meinen Job konnte ich nur den Kopf schütteln und sie meinte: „Das ist so sinnlos! Das bist nicht du!“ Aber was war die Alternative? Meinen Job zu kündigen uns ans Meer zu ziehen? Das schien mir keine Option zu sein. Ich versprach mir, dieses Gefühl ganz tief zu verankern und mich mit Möglichkeiten auseinanderzusetzen, wenn ich wieder zurück bin. Erneut holte ich Unterstützung bei einem Coach und ein paar Monate später begann ich die Ausbildung CAS Laufbahncoaching. In dieser Ausbildung fand ich eine Tätigkeit, die mir Freude bereitet. Daraus entstand die Idee, Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung und selbstbestimmten Lebensgestaltung zu begleiten und ihr wahres Potential zum Vorschein zu bringen. Darin fand ich meinen Sinn.


Die Entscheidung, die alles veränderte

Die Ausbildung absolvierte ich berufsbegleitend und wurde gleichzeitig befördert. Ich sah die neue Tätigkeit als optimale Chance, das Gelernte in der Praxis anzuwenden. Doch es kam anders. Der Job entwickelte sich nicht in die erwartete Richtung. Und erneut stand ich vor der Frage: „Und jetzt?“ Irgendwann verstand ich: Das, wonach ich suche, werde ich in diesem Umfeld nicht finden. Mir fehlte die tiefgreifende Arbeit mit Menschen, Flexibilität und Selbstbestimmung.


Da wurde mir erneut bewusst, dass ich immer noch nach den Erwartungen anderer lebte

Obwohl ich das nun wusste, sah ich mich gezwungen, diesen Job zu machen. Ich wurde gerade erst befördert und es war ein wichtiger Schritt in meiner Karriere. Ich sagte mir: „Nur zwei Jahre. Dann kannst du weiterschauen.“ Aber ich war so unzufrieden und mein Wunsch auszubrechen, wurde immer grösser. Meine innere Stimme meldete sich wieder und sie sagte: „Du möchtest richtig surfen lernen. Dafür brauchst du ein paar Monate am Meer.“ Ich dachte immer, dass Leute in meinem Alter sowas nicht mehr tun. „Das gehört sich nicht. Andere können sich das vielleicht erlauben, aber ich darf das nicht.“ Und der Klassiker: „Was würden die anderen denken.“ Da wurde mir erneut bewusst, dass ich immer noch nach den Erwartungen anderer lebte. Dass ich meine Eltern, meinen Chef und Bekannte nicht enttäuschen möchte. Als ich mir dieser Gedanken bewusst wurde und ich verstand, wie unsinnig das alles war, habe ich den Entschluss gefasst. Natürlich waren da Angst, Zweifel und Sorgen. Aber die Entscheidung stand fest. Ich fasste all meinen Mut zusammen und kündigte. Was für eine Erleichterung!


Klarheit, Vertrauen, Sicherheit

Mit einem etwas mulmigen Gefühl übergab ich meiner Untermieterin die Wohnungsschlüssel. Nun war es also soweit: Ich werde die nächsten paar Monate am Meer verbringen. Und diese Reise veränderte alles! Das Meer, die Wellen und das Surfen wurden eine Art Wegweiser. Beim Surfen spüre ich mich, beim Surfen bin ich voll und ganz im Hier und Jetzt. Ein Moment der Unaufmerksamkeit und die Welle reisst mich vom Brett. Fokus. Vertrauen. Kein Platz für Ängste und Unsicherheiten, keine Selbstzweifel. Ich habe nur ein Ziel: Ich möchte die Welle reiten. Und da wurde mir bewusst: Wie ich beim Surfen diese Klarheit spüre, dass ich das will, diese Sicherheit, dass ich das kann und dieses Vertrauen, dass der passende Moment (Welle) kommt, genau dieses Lebensgefühl möchte ich in meinem Alltag spüren. Ich möchte meinen Weg erkennen, ihn mutig gehen und Möglichkeiten finden, meine Ziele zu erreichen. Ich möchte aktiv, präsent, zielorientiert und fokussiert sein. Ich möchte Zufriedenheit und Erfüllung spüren, gelassen und frei sein.


Ich traf eine Vereinbarung mit mir selbst: Ich werde das ändern.

Beim Surfen lernte ich viele Einheimische kennen. Es faszinierte mich, welche Lebensweisheiten sie in sich tragen. Wie sie durch das Surfen Energie und Freude in ihr Leben übertragen. Und welch alter Weisheiten und Naturgesetzen sie sich bedienen. Zudem wurde mir bewusst, wieviel Möglichkeiten und Freiheiten wir in unserem Land haben. Was es für ein Luxus ist, das machen zu können, was ich möchte und das auszusprechen, was ich denke. Dass ich als Frau die Möglichkeit habe, alleine zu reisen und unabhängig von einem Mann leben kann. Erschreckend war jedoch die Erkenntnis, wie wenig ich daraus machte. Dass ich mich selbst gefangen hielt. Dominiert von den Gesellschaftsnormen, dem steigenden Leistungsdruck und der Vorstellungen anderer über mein Leben. Ich traf eine Vereinbarung mit mir selbst: Ich werde das ändern. Ich werde meine Freiheit nutzen und ein Leben nach meinen Vorstellungen und Bedürfnissen gestalten.

Eine Kollegin fragte mich damals: „Wenn alles möglich wäre, was würdest du gerne tun?“ Ich schaute sie mit einem Lächeln an und sagte ihr: „Genau das, was wir hier tun. In einem Kaffee sitzen und über die wirklich wichtigen Dinge im Leben sprechen.“ Damit entstand die Idee der 61. Minute. Ich fasste den Entschluss, dass ich nach meiner Rückkehr mit der Umsetzung meines lang ersehnten Traums starte: Als selbstständiger Coach zu arbeiten. Und das ist der Grund, warum du jetzt diese Zeilen liest.


Meine wichtigsten Erkenntnisse


Folgende 5 Erkenntnisse haben mich auf meinem Weg am meisten geprägt

1. Das richtige Mindset

Einstellung ist alles! Erst als ich mir über bestimmte Überzeugungen, negativen Verhaltens- und Glaubensmuster bewusst wurde, konnte ich Veränderungen angehen. Ich verstand, dass die grössten Gegner nicht im aussen zu suchen sind. Ich erkannte, dass ich den grössten Kampf gegen meine eigenen Gedanken führte. Und somit gegen mich selbst. Damit stand ich mir selbst im Weg, sabotierte und blockierte mich. Das richtige Mindset sehe ich als wesentlichen Faktor, um persönliche Ziele und Erfolge zu erreichen.


2. Komme ins Tun

„Erfolg hat drei Buchstaben: TUN.“ W.J. Goethe trifft es auf den Punkt. Zahlreiche Ratgeber, Seminare und Gespräche haben mich während meiner Reise zu mir selbst unterstützt. Ich habe viel über Möglichkeiten geredet und hatte mir sehr viel Wissen angeeignet. Veränderung entsteht jedoch erst durch Handlung. Erst als ich aktiv wurde, konnten sich die Dinge in die richtige Richtung entwickeln.

3. Vom Opfer der Umstände zum Schöpfer deiner Realität

Lange Zeit machte ich andere für meine Misere verantwortlich. Ich gab den Umständen die Schuld an meiner Unzufriedenheit. Ich suchte nach Ausreden und sah mich als Opfer. Damit gab ich meine ganze Macht in fremde Hände. Als ich damit aufhörte und Verantwortung übernahm, geschahen die unglaublichsten Dinge.

4. Folge deinen Träumen

„If you can dream it, you can do it!“ Dieses Zitat von W. Disney traf mich mitten ins Herz. Mein Traum, Menschen zu inspirieren und ihnen zu einem erfüllten Leben zu verhelfen, schlummert schon lange in mir. Aber diesen Traum verdrängte ich über Jahre. Ich machte mir viel zu viele Gedanken darüber, was andere denken könnten. Ich hatte Angst, mein wahres Gesicht zu zeigen. Selbstzweifel plagten mich und mir fehlte das nötige Selbstvertrauen. Im Laufe der Zeit habe ich begriffen, dass ich über mein Leben bestimme, dass ich das Recht habe, eigene Entscheidungen zu treffen und dass ich es in der Hand habe. Dazu brauchte ich eine grosse Menge Mut, Disziplin, Fokus und den unabdingbaren Willen diesen Traum zu verfolgen, egal was passiert.


5. Sei du selbst

Lange Zeit dachte ich, dass ich nur geliebt und akzeptiert werde, wenn ich genauso bin, wie mich andere erwarten. Wenn ich alle Wünsche und Bedürfnisse der anderen erfülle. Wenn ich mich anpasse und ihrer Meinung bin. Dieses Verhalten war extrem energieraubend und schadete am Ende nur einer Person; mir selbst. Ich habe verstanden, dass es mein Recht ist mich zu zeigen wie ich wirklich bin. Seitdem begegnen mir Menschen mit Respekt und Achtung. Ich bin zufrieden wie ich bin.




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