• Nicole Horstmann

Mein Weg – Deine Inspiration? Teil 2

Aktualisiert: vor 14 Stunden

Den eigenen selbstbestimmten, freien und authentischen Weg zu gehen, bringt seine Herausforderungen mit sich. Damit es trotzdem gelingt, teile ich gerne die Fortsetzung meiner Geschichte mit dir und gebe dir Einblicke in meine wichtigsten Learnings auf diesem Weg.


Yes, i did it!


Über 3 Jahre sind es her, seit ich mit Nicole Horstmann Life Coaching live gegangen bin. Der Schritt in die Sichtbarkeit war ein Befreiungsschlag. Mich so zu zeigen, wie ich wirklich bin und das in die Welt zu bringen, was mir am Herzen liegt, war der bisher wichtigste Schritt in meinem Leben. Ich bin immer noch sehr dankbar, dass ich den Mut und die nötige Unterstützung hatte, diesen Schritt zu wagen. Ich lebe meinen Traum, indem ich endlich das tue, was ich schon immer wollte: Menschen ermutigen und sie auf dem Weg in ihre eigene, authentische Kraft begleiten. Nach über 1000 geführten 1:1 Coachings bin ich in der Coachingwelt angekommen. Ich durfte mich selbst mit meinem Business verwirklichen und nebenbei im Angestelltenverhältnis als Coach Arbeitsintegration bei der Wiedereingliederung von stellensuchenden Fach- und Führungskräften Sinn erfahren. Und so ganz nebenbei durfte ich noch die Liebe meines Lebens treffen. Ein langersehnter Wunsch ging endlich in Erfüllung. Jackpot! Doch das Leben ist kein Liebesfilm, das mit dem Happyend endet. Es geht weiter. Und so stellte mich das Leben vor neue Herausforderungen.


«Ich bin immer noch sehr dankbar, dass ich den Mut und die nötige Unterstützung hatte, diesen Schritt zu wagen.»

Be true to yourself

Je länger ich mich in meiner Komfortzone einnistete, desto unzufriedener wurde ich. Und da ich nach Glück sowie Zufriedenheit strebe, war es an der Zeit mein Leben etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Ich durfte mir eingestehen, dass meine Werte Authentizität und Freiheit durch mein Angestelltenverhältnis stark eingeschränkt wurden. Ich sehnte mich nach der totalen zeitlichen und örtlichen Flexibilität, was mir mein Job nicht erlaubte. Diese Anstellung war nicht das Richtige für mich. Ich wollte mir meinen Traum eines ortsunabhängigen Online Coaching Business verwirklichen und voll in die Selbständigkeit gehen. Gedacht, getan. Ich habe gekündigt (ok, zwischen dem Gedanken und der Kündigung vergingen ein paar Monate)!



And now?


Mein Traum war es, mit meinem Partner zusammen mehrere Monate im Jahr am Strand zu leben, genug Zeit für meine Leidenschaft, das Surfen, zu haben und von überall aus zu arbeiten. Ortsunabhängig, selbstbestimmt und frei. Um dieses Leben zu beschnuppern, reisten wir für 5 Wochen nach Nicaragua. Und dann die ernüchternde Erkenntnis: Dieses Konzept funktioniert nicht für mich! Das bin nicht (mehr) ich. Das Reisen empfand ich als anstrengend. Das Surfen hat mich zu sehr an meine Grenzen gebracht und täglich aus meiner Komfortzone gelockt, was dann doch etwas zu viel war. Und Zeit, Energie sowie die nötige Ruhe, um zu arbeiten, konnte ich gar nicht finden. Ich musste mir eingestehen, dass ich eine Vorstellung hatte, die in Wirklichkeit anders war. Wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, kann ich rückblickend sagen, dass ich das bereits ahnte. Aber ich wollte nicht auf diese leise, innere Stimme hören. Zu realisieren, dass das Surfen nicht mehr diese Leidenschaft in mir auslöste, war ein ziemlicher Dämpfer. Eine kleine Welt brach in mir zusammen. Dies, weil ich mich in den letzten Jahren mit der starken, mutigen Surferin identifizierte und weil mein nächstes Jahr in erster Linie auf Surfen, Reisen und Arbeiten von überall aus geplant war. Und jetzt?

Sinnkrise

Ich stürzte in eine Sinnkrise. Starke Zweifel überfielen mich und ich hinterfragte so ziemlich alles in meinem Leben. Irgendwie musste es weitergehen. Ich kämpfte, suchte und rannte weiter, ohne zu merken, dass mein Körper, meine Seele sowie mein Geist völlig erschöpft waren und nach einer Pause schreiten. STOP! Das Kopfzerbrechen und stundelange Grübeln führten zu immer stärkeren Kopfschmerzen und fanden ihren Höhepunkt in einem starken Migräneanfall, der mich lahmlegte. Einmal mehr wurde ich vom Leben gezwungen, einen Moment innezuhalten und mir eine Pause zu gönnen. Eine wirkliche Pause. So von wegen selbst und ständig. Und siehe da, in der Ruhe und im Akt des Loslassens, kam die Klarheit, das Vertrauen und die Sicherheit wieder zurück: Ich bin auf meinem authentischen, freien und selbstbestimmten Weg.


«Einmal mehr wurde ich vom Leben gezwungen, einen Moment innezuhalten und mir eine Pause zu gönnen.»

Meine wichtigsten Learnings


Folgende 5 Learnings waren auf diesem Weg besonders wertvoll:

1. Das Leben ist nicht planbar

Und damit meine ich nicht, dass du keine Ziele, Träume und Wünsche haben sollst! Im Gegenteil. Diese halten dich am Leben. Aber bleib flexibel und rechne damit, dass es manchmal anders kommt als geplant. Vorstellung und Realität können sehr unterschiedlich sein. Ein Realitätscheck in Form einer Probephase kann sehr hilfreich sein.


2. Annehmen, was ist

Wenn du erkennst, dass sich etwas anders entwickelt als geplant, nimm es an. Akzeptiere es. Widerstand ist zwecklos. Damit sparst du dir viel Energie und Nerven, die du anderswo brauchen kannst. Gib dir aber auch die Zeit mit der neuen Situation zurecht zu kommen. Gönn dir eine Pause, um durchzuatmen und die Dinge neu zu ordnen. Das ist ein Prozess. Und dieser braucht seine Zeit.

3. Vertrauen

Sei dir gewiss, nach dem Sturm kommt die Ruhe. Und diese zeigt sich in Form einer wundervollen Klarheit. Alles passiert aus einem Grund und rückblickend macht alles Sinn. Die Puzzleteile fügen sich zusammen und du erkennst, warum alles genauso passieren musste. Das Leben ist für dich! Auch wenn du das im ersten Moment nicht immer so siehst und oftmals erst rückblickend verstehst.

4. Herz über Kopf

Dein Herz sendet dir dauernd Impulse. Diese gehen jedoch oft im Lärm deiner Gedanken unter. Regelmässig in die Stille zu kehren, bewusst dem Herzen zuzuhören und seine Botschaften ernst zu nehmen, erspart dir so manche Umwege. Aber auch diese Umwege sind ok und führen mich zum nächsten Punkt.


5. Der Weg ist das Ziel

Während wir so oft damit beschäftigt sind, ein Ziel zu erreichen, verpassen wir die kostbaren Geschenke auf dem Weg. Mir wurde einmal mehr bewusst, dass es nicht darum geht anzukommen, in einem bestimmten Tempo durchs Leben zu rennen und so schnell wie möglich ein Ergebnis zu erzielen. Denn wenn du am Ziel angelangt bist, geht es weiter. Deine Reise ist erst zu Ende, wenn du deinen letzten Atemzug nimmst. Somit slow down and enjoy the ride. Am Ende macht alles Sinn. Und wenn es keinen Sinn ergibt, dann ist es noch nicht das Ende. Stay tuned! 😊




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