• Nicole Horstmann

3 Schritte für gute Entscheidungen

Aktualisiert: 9. März 2019

Kennst du das Gefühl, wenn du dich einfach nicht entscheiden kannst? Deine Gedanken ständig um diese eine Sache kreisen und sie deine ganze Aufmerksamkeit absorbiert? Du irgendwie blockiert bist, weil du einfach nicht weisst, was das Richtige ist? Dies kostet viel Energie. Daher ist es wichtig, Entscheidungen nicht zu lange vor sich herzuschieben. In diesem Artikel erfährst du, wie du Entscheidungen schnell und mit gutem Gefühl triffst.



Die Digitalisierung beschleunigt unser Leben und überflutet uns mit Informationen, Vielfalt an Möglichkeiten und unzähligen Varianten. Wir stehen vor neuen alltäglichen Herausforderungen: Wir sind gefordert ganz viele Entscheidungen zu treffen. Gemäss Verhaltensforschern trifft ein Mensch täglich rund 20'000 Entscheidungen! Dies beginnt mit unbedeutenden Entscheidungen darüber, was wir anziehen, über das Freizeitprogramm bis zu wichtigen Entscheidungen, was der nächste berufliche Schritt sein soll.


Wenn es zu den wirklich wichtigen Entscheidungen im Leben kommt, sind wir oft unsicher und haben Angst die falsche Entscheidung zu treffen. Die Ursache liegt meistens in der Unwissenheit unserer Bedürfnisse, Werte, Wünsche und fehlender Zielsetzung. Und das ist ein wesentlicher Punkt, an dem ich anknüpfen möchte.


Wir treffen Entscheidungen ohne uns Gedanken darüber zu machen, was wir WIRKLICH wollen.

Auf welcher Grundlage triffst du Entscheidungen? Anhand Zahlen, Daten, Fakten? Anhand einer pro / contra Liste? Machst du das, was dir dein Umfeld rät? Oder hörst du auf dein Bauchgefühl? Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, so folgen wir oftmals Trends und entscheiden uns für Dinge, die gerade «in» sind. Wir folgen der Masse und tuen einfach das, was die anderen tun oder das, was uns die Gesellschaft vorgibt. Wir treffen Entscheidungen ohne uns Gedanken darüber zu machen, was wir WIRKLICH wollen. Oder wir entscheiden mit dem Kopf und ignorieren dabei unser Bauchgefühl. Solche Entscheidungen hinterlassen ein komisches Gefühl und wir stellen fest, dass sie eine Situation nur kurzfristig oder gar nicht verbessert haben.


Bei einer Entscheidung geht es immer um die Wahl für etwas und die Trennung sowie Verabschiedung von anderen Möglichkeiten. Wir entscheiden uns für etwas und schliessen anderes aus. Wir fürchten uns davor, falsche Entscheidungen zu treffen. Anstatt uns auf das zu fokussieren, was wir gewinnen, legen wir den Fokus oft auf das, was wir ausschliessen und somit verlieren. Dies macht uns unglücklich und im schlechtesten Fall trauern wir nach einer Entscheidung dem Verlust nach. Dabei können wir gar nie wirklich wissen, wie die Alternative ausgesehen hätte. Wir haben lediglich eine Vorstellung davon. Wie die Alternative in der Realität ausgesehen hätte, werden wir nicht erfahren. Es sei denn, wir entscheiden uns um. Eine klare Zielsetzung hilft, nicht gewählte Möglichkeiten loszulassen und sich der richtigen Entscheidung zu erfreuen.


Die Angst vor Veränderung ist auch der Grund, warum wir uns oft für das Bekannte und Vertraute entscheiden.

Ein weiterer Faktor, warum wir uns nicht entscheiden können ist die Angst vor Veränderung. Veränderung bedeutet, die bekannte, vertraute und sichere Umgebung zu verlassen und gegen etwas Neues, Unbekanntes einzutauschen. Eine wichtige Entscheidung kann zu einschneidenden Veränderungen führen. Sie ebnen den Weg in die eine oder andere Richtung. Die Angst vor Veränderung ist auch der Grund, warum wir uns oft für das Bekannte und Vertraute entscheiden. Wir fühlen uns damit wohl und sicher. Das Bekannte ist aber nicht immer das Richtige. Gerade wenn es darum geht, uns von alten ungesunden Gewohnheiten zu verabschieden. Wenn wir die Vergangenheit loslassen und uns für die Zukunft in Richtung unserer Träume und Ziele öffnen möchten.


Daher haben Entscheidungen ein grosses Gewicht und beschäftigen uns oft. Damit wir die richtigen Entscheidungen treffen, bedarf es ein paar wichtigen Schritten.


Was im Allgemeinen gilt: Treffe wichtige Entscheidungen nie in gestresstem Zustand. Nehme dir einen Moment der Ruhe und höre in dich hinein. Gehe in Verbindung mit dir selbst und nehme deine innere Stimme wahr.


Folgende 3 Schritte unterstützen dich gute Entscheidungen zu treffen.

1. Schaffe Klarheit in Bezug auf das Ziel


Was ist dein Ziel? Was möchtest du durch die Entscheidung erreichen? Wie möchtest du dich fühlen? Welcher Umstand soll sich damit verändern?


Oftmals entscheiden wir ohne klare Grundlage. Wir sind uns zu wenig bewusst, was wir erreichen möchten. Je bewusster wir uns über unsere Ziele sind, desto sicherer sowie klarer treffen wir Entscheidungen. Diese können wir selbstbewusst gegen aussen vertreten und wirken dadurch überzeugend und selbstsicher. Dies kommt gut an. Andere begegnen uns mit Respekt und Achtung. Nimm dir einen Moment Zeit und schreibe deine Antworten zu oben genannten Fragen auf. Achte dabei auf deine Werte und Bedürfnisse. Setzt du auf Freiheit oder bevorzugst du bestimmte Abhängigkeiten? Unterstützt dich Ordnung oder liebst du das Chaos? Bist du spontan oder folgst du lieber einem Plan? Brauchst du Nähe und Geborgenheit oder lieber Distanz und Unabhängigkeit? Bist du voller Vertrauen oder gibt dir Kontrolle die nötige Sicherheit? Beziehe diese Überlegungen ebenfalls in deine Antworten ein.



2. Welche Szenarien verknüpfst du mit den Entscheidungsmöglichkeiten?


Nimm dir einen Moment Zeit und schreibe die verschiedenen Entscheidungsmöglichkeiten auf. Prüfe die verschiedenen Optionen und bewerte deren Konsequenzen. Schon während dem notieren wirst du vielleicht erkennen, dass sich die eine oder andere stimmiger anfühlt. Unter jede Option notierst du zusätzlich, was die erwarteten Konsequenzen sind. Was wird passieren, wenn du dich für die eine oder andere Möglichkeit entscheidest? Welche Auswirkungen haben diese kurz-, mittel- und langfristig? Wie fühlen sich die verschiedenen Szenarien an? Vergleiche diese Antworten mit den Antworten zu vorherigen Fragen, in der du dein Ziel beschrieben hast. Je mehr Übereinstimmungen du findest, desto besser.


Es kann gut sein, dass sich eine Möglichkeit absolut sinnvoll anhört und hohe Übereinstimmung mit deiner Zielsetzung hat, du aber kein gutes Gefühl dabei hast. Irgendetwas sagt dir, dass das nicht die richtige Entscheidung ist. Meine Empfehlung: Ignoriere dieses Gefühl nicht. Schenke ihm Beachtung und überprüfe deine Zielsetzung. Kann es sein, dass du nicht ganz ehrlich zu dir selbst warst? Dass du ein Ziel gewählt hast, was deine Eltern, dein Partner, dein Chef oder die Gesellschaft zufrieden macht, aber nicht dich? Versuche in dich hinein zu hören. Kommen Zweifel auf? Sorgen? Prüfe, ob diese Einwände berechtigt sind. Schreibe diese Gedanken auf und noch besser, tausche dich mit einer vertrauten Person aus. Dadurch kann der innere Gedankenkreislauf unterbrochen und neue Impulse gesetzt werden.


Es kann aber auch sein, dass sich keine der Optionen richtig anfühlt. Dann hast du die richtige noch nicht gefunden. Was wäre die beste Option? Werde dir bewusst, was das optimale Ergebnis ist (vergleiche mit Schritt 1, Zielsetzung) und suche nach einer Alternative, die dich zu diesem Ergebnis führt. Du kannst natürlich auch entscheiden, keine Entscheidung zu treffen. Auch das ist eine Entscheidung. Dadurch wird sich aber nichts verändern.


Ein weiterer Tipp: Achte auf die Reihenfolge der notierten Optionen.

Meistens schreiben wir automatisch die beste Option an erster Stelle und priorisieren damit unbewusst. Überprüfe ob es sich dabei lediglich um die Bekannteste und somit Vertrauteste handelt (siehe Abschnitt Angst vor Veränderungen) oder wirklich um die Beste. Vielleicht entscheidest du dich bewusst einmal anders und öffnest dich damit für etwas Neues? Unbekanntes fördert dein Wachstum. Du machst neue Erfahrungen, lernst dazu und entwickelst dich weiter.



3. Folge deiner Intuition


Wie Albert Einstein schon sagte: „Was wirklich zählt, ist Intuition!“ Was war der erste Gedanke, der dir in Bezug auf die Entscheidung in den Sinn kam? Folge spontanen Eingebungen oder Impulsen. So triffst du schnelle Entscheidungen.


Dies scheint im ersten Moment ein Widerspruch zu oben genannten analytischen Entscheidungsstrategien zu sein. Ich bin jedoch überzeugt, dass weder die eine oder andere, sondern eine gute Entscheidung auf sowohl als auch Strategien gründet. Bei wichtigen Entscheidungen hilft es einerseits, sich den Gedanken bewusst zu werden, indem man sie aufschreibt und/oder sich mit jemandem darüber austauscht. Andererseits ist es sehr wertvoll, sich auf das Bauchgefühl zu verlassen. Meistens sagt dir dein Gefühl ganz genau, was das Richtige ist. Nur leider hören wir viel zu selten darauf. Warum? Weil sich die eine oder andere Möglichkeit vernünftiger, rational sinnvoller oder als logischer Schritt anhört. Weil es sich nicht gehört oder wir uns davor fürchten, was andere denken könnten. Weil es bedeuten würde, dass wir etwas verändern müssten und es allenfalls unbequem werden könnte.


Tipp: Höre auf dein Bauchgefühl.

Also entscheiden wir uns meist für den einfacheren, logischeren oder auch vernünftigeren Weg. Obwohl uns die Stimme in uns ganz klar sagt, dass das der falsche Weg ist. Wenn du aber ein selbstbestimmtes und glückliches Leben führen möchtest, dann gebe ich dir folgenden Tipp: Höre auf dein Bauchgefühl. Nehme deine innere Stimme wahr. Gebe ihr Raum und folge ihr. Was möchte sie dir mitteilen? Welche Impulse gibt sie dir? In ihr liegen die Antworten, nach denen du suchst. Die Stimme tief in dir weiss ganz genau, was das Richtige für dich ist.


Ich wünsche dir viel Freude bei deiner nächsten Entscheidung!


In meinen Coachings unterstütze ich dich dabei, der Stimme in dir wieder Raum zu geben. Durch gezielte Fragestellungen und entsprechenden Übungen, findest du einfach Zugang zu dir und findest Antworten auf deine Fragen. Nimm dir Zeit für dich und deine innere Stimme. Neugierig? Dann melde dich bei mir.

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